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Ausländische Direktinvestitionen: Berlin führt bundesweites Städteranking an

Der Berliner Wirtschaftsboom wird auch in diesem Jahr anhalten: Die Berliner Investitionsbank (IBB) erwartet für das dritte Quartal ein Wirtschaftswachstum der Bundeshauptstadt von 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit würde Berlin die Prognose für Gesamtdeutschland übertreffen. Treiber der positiven Wirtschaftslage ist laut der IBB vor allem der Einzelhandel: Der starke Bevölkerungszuwachs, die anhaltenden Touristenströme und die real gestiegenen Löhne sorgen für ein gutes Konsumklima. Aber auch die Direktinvestitionen aus dem Ausland geben der Berliner Wirtschaft Aufwind. Dies zeigt ein Blick auf eine aktuelle Studie der Beratungsgesellschaft EY. Demnach wurden in Berlin im vergangenen Jahr insgesamt 80 ausländische Investitionsprojekte realisiert - das sind 220 Prozent mehr als noch 2013. Damals lag die Quote bei 25 Projekten. Damit ist Berlin deutschlandweit die erfolgreichste Stadt: Nirgendwo gab es 2014 mehr internationale Unternehmensansiedlungen. Auf Platz zwei folgt Frankfurt am Main mit 69 Direktinvestitionen aus dem Ausland, gefolgt von Düsseldorf mit 50 Direktinvestitionen.

Berlin: Von allen Bundesländern der größten Zuwachs an Direktinvestitionen

Kein Bundesland konnte im vergangenen Jahr ein größeres Plus an Direktinvestitionen aus dem Ausland verzeichnen als Berlin. Im Bundesländer-Ranking belegte die Hauptstadt hinter Baden-Württemberg (224 Direktinvestitionen), Hessen (129) und Nordrhein-Westfalen (126) Rang vier. Damit überholte Berlin sogar das Bundesland Bayern, wo sich im vergangenen Jahr 71 internationale Unternehmen ansiedelten. Auch im europäischen Städtevergleich ist Berlin mittlerweile ganz vorn mit dabei. Nur in London und Paris wurden im vergangenen Jahr mehr Direktinvestitionen aus dem Ausland getätigt als in der Bundeshauptstadt. Für viele Investoren ist Deutschland das Investitionsland Nummer eins: Insgesamt kamen fünf deutsche Städte unter die europäischen Top 20 - so viele wie aus keinem anderen europäischen Land.

Berlin: 1.595 neue Arbeitsplätze durch internationale Unternehmensansiedlungen

Die mit Abstand stärkste Investorengruppe in Berlin bilden US-amerikanische Unternehmen. Allein 26 der insgesamt 80 Direktinvestitionen aus dem Ausland kamen im vergangenen Jahr aus den USA. Darauf folgten China und Großbritannien mit jeweils sieben Unternehmensansiedlungen.
Die große Anzahl an Direktinvestitionen aus dem Ausland hat sich auch positiv auf den Berliner Arbeitsmarkt ausgewirkt: Auf diese Weise sind im vergangenen Jahr 1.595 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen worden. Damit rangiert Berlin hinter Nordrhein-Westfalen (+ 2.613 Arbeitsplätze) und Baden-Württemberg (+ 1.607 Arbeitsplätze) auf Platz drei des bundesweiten Vergleichs. Insgesamt haben sich in Deutschland im vergangenen Jahr 765 internationale Unternehmen angesiedelt - ein Plus von neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Anzahl der bundesweit geschaffenen Arbeitsplätze ist um neun Prozent auf 11.327 Stellen angewachsen.

Berlin gilt unter internationalen Investoren als attraktivste Stadt Deutschlands

Neben den tatsächlich realisierten Direktinvestitionen haben die Experten auch das Image der deutschen Bundesländer erfasst: Hierfür wurden 808 Führungskräfte und 202 Manager international tätiger Unternehmen befragt. Auch in diesem Bereich hat Berlin die Nase vorn: Für Investoren ohne Geschäftsaktivitäten in Deutschland ist die Hauptstadt bundesweit der attraktivste Standort für eine Unternehmensansiedlung. Unter Investoren mit Geschäftsaktivitäten in Deutschland belegte Berlin hinter Bayern Platz zwei im Bundesländer-Ranking. Gründe für die Attraktivität Berlins gibt es viele: Die Hauptstadt gilt bei Mieten und Löhnen immer noch als vergleichsweise günstig. Gleichzeitig ist die Stadt international aufgestellt und punktet bei Investoren mit einer jungen, kreativen Szene.