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Wertentwicklung: Berlin holt auf

Steigende Immobilienpreise

Berlin wird grün - zumindest bei der Postbank. Zum ersten Mal rechnen die Experten beim Immobilienkauf in der Hauptstadt mit ordentlichen Wertzuwächsen bis 2030. Seit 2013 analysiert das Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos im Auftrag der Postbank für die Studienreihe „Wohneigentum" die Wertaussichten für Immobilienkäufer. Ergebnis der diesjährigen Studie: In rund der Hälfte der insgesamt 402 deutschen Städte und Landkreise können Immobilienbesitzer mit einem Gewinn rechnen, wenn sie ihre vier Wände im Jahr 2030 einmal verkaufen. Ein weiteres Viertel der Gemeinden versprechen immerhin noch eine stabile Wertentwicklung.

Bisher lag auch Berlin im Mittelfeld der stabilen Wertentwicklung. Noch im vergangenen Jahr war die Hauptstadt auf der Übersicht aller Gemeinden daher gelb markiert. Nun nicht mehr: Das dunkle Grün zeigt: Auch für die boomende Metropole rechnen die Experten nun mit guten Zukunftswerten und ordentlich steigenden Immobilienpreisen. Zwar ist Berlin auch im jüngsten Standortranking nur bis auf Platz 26 vorgerückt - vorn stehen Hamburg (Platz 1) und München (Platz 2) - doch die Hauptstadt befindet sich auf der Überholspur und kann erstmals mit den werthaltigen Regionen Süddeutschlands mithalten. Hauptindikator: das starke Bevölkerungswachstum, das eine stabile bis steigende Wohnraumnachfrage erwarten lässt. Darüber hinaus werteten die Prognos-Experten für die Studie weitere Faktoren wie das verfügbare Einkommen, den Altersdurchschnitt, die Aussichten am Arbeitsmarkt und die Zahl der Transferleistungsempfänger aus. Auch hier zeigen die Zeichen für Berlin stark nach oben.

KAUF IN MITTE LOHNT

Eigentumswohnungen sind der Postbank-Studie zufolgen vor allem in Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Charlottenburg-Wilmersdorf stark nachgefragt. Hier sind auch die Kaufpreise vergleichsweise hoch. Für Zins und Tilgung müssen Immobilienkäufer in Mitte im Allgemeinen laut der Postbank-Experten etwas mehr als 40 Prozent des durchschnittlichen Haushaltsnettoeinkommens aufbringen. Zum Vergleich: In Stadtrandlagen entfallen nur rund 20 bis 30 Prozent des Einkommens auf die Finanzierung. Jedoch bleibt der Wert für die innerstädtischen Lagen in Berlin laut Studie im Rahmen. Denn grundsätzlich halten die Experten bei einem Eigenkapitalanteil von 20 Prozent eine monatliche Rate von 20 bis 40 Prozent des gesamten Einkommens für angemessen.

So lohnt sich die Investition im Berliner Zentrum: Käufer einer 70-Quadratmeter-Wohnung in Mitte sparen bei den derzeitigen Finanzierungsbedingungen im Schnitt zwischen 100 und 150 Euro im Vergleich zur Miete - und das jeden Monat. Nur in Teilen Zehlendorfs ist das Sparpotenzial noch größer: Hier zahlen Käufer monatlich rund 305 Euro weniger als Mieter. Hinzu kommen die sehr guten Chancen, dass die Immobilie bis 2030 erheblich an Wert gewinnt.

Im Westfälischen Viertel und rund um den Nordbahnhof finden Interessenten derzeit die meisten freien Eigentumswohnungen in Mitte. Vor allem zwischen Garten- und Chausseestraße entstand in den vergangenen Jahren ein völlig neues Stadtquartier mit Wohn- und Bürobauten. In dem neuen Kiez locken aber neben der Beachvolleyball-, Kletter- und Strandbar BeachMitte auch der Ökomarkt und ein Wasserspielplatz. Und nachdem nach vier Jahren nun auch der Ausbau der Invalidenstraße abgeschlossen ist, ist das neue Quartier auch an die City West angeschlossen.