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Frankfurts Hotspots

Bei „Frankfurt“ denken wohl die meisten zuerst an Banken, Hochhäuser und den Flughafen. Doch die Stadt am Main – die übrigens eine der reichsten und produktivsten Metropolen Europas ist – trumpft auch mit einer hohen Lebensqualität auf. Kultur, Ausgehen, Essen & Trinken – Frankfurt hat einige Hotspots zu bieten, die es zu erkunden lohnt.

 

Kunst und Kultur soweit das Auge reicht

Frankfurt ist eine Kunststadt. Rund 60 Museen und Ausstellungshäuser warten darauf, entdeckt zu werden. Zu den (nicht mehr ganz geheimen) Geheimtipps zählt der Kunstverein Familie Montez. Das Kollektiv aus Künstlern, Kunstinteressierten und Studierenden, das in zwei Bögen der renovierten Honsellbrücke in Ostend sein Lager aufgeschlagen hat, organisiert Ausstellungen, Konzerte und kleine Theaterstücke. Hier stellten bereits Max Weinberg, Jens-Ole Remmers, Guido Zimmermann und die weltberühmte Fotografin Annie Leibovitz aus.

Eine große Zahl weltberühmter Künstler und Kunstwerke finden Interessierte in der Schirn, einem der bekanntesten Ausstellungshäuser Europas. Themenausstellungen sowie große Einzelausstellungen von Wassily Kandinsky, Edvard Munch, Jeff Koons und Yoko Ono bescheren der Kunsthalle in der Frankfurter Altstadt nationales und internationales Ansehen. Noch bis Juni 2017 widmet die Schirn übrigens dem belgischen Surrealisten René Magritte eine konzentrierte Einzelausstellung und zeigt seine verrätselten Bilder.

Kulinarische Highlights

Wer nach dem Kulturprogramm eine Stärkung braucht, hat die Wahl zwischen zahlreichen kulinarischen Hotspots für verschiedenste Geschmäcker. Der gehobenen Hausmannskost hat sich das Stanley Diamond im Bahnhofsviertel verschrieben. Eine kleine Karte mit traditionellen Gerichten wie Tafelspitz und Lammkoteletts, die raffiniert interpretiert werden, dazu eine Wohlfühlatmosphäre mit bequemen Sesseln und weißen Tischdecken – ein bisschen wie bei Oma mit exklusiver Küche.

Wer zu seinem Essen besonderen Wert auf einen guten Wein legt, ist in der Heimat goldrichtig. Die umfangreiche Weinkarte und die hervorragende Weinkenntnis des Sommeliers machen das in den 50er Jahren im Stil eines Pavillons gebaute Restaurant in der Altstadt zu einem besonderen Highlight. Die Speisekarte ist reduziert, die Qualität der internationalen, saisonalen Gerichte beeindruckend und der Service exzellent. So ist das Restaurant schon für viele Gäste zur kulinarischen Heimat geworden.

Wer es süß mag, wird im Café im Liebieghaus fündig. Am Sachsenhäuser Mainufer, beim Museum Alter Plastik, sitzt man im Garten des Museumscafés gemütlich bei von den Betreiberinnen selbstgebackenen Kuchen und Torten. Hier vergisst man die Welt um sich herum – an einem der entspanntesten Orte Frankfurts. 

Gepflegte Drinks

Auch um den Abend gebührend ausklingen zu lassen, hat Frankfurt einige Hotspots zu bieten. Zu den Klassikern der Frankfurter Szene zählt die Rote Bar. Ein leicht obskures und schummriges Etablissement, in dem in ruhiger, intimer Atmosphäre hervorragende Drinks serviert werden. Auch Getränke wie Absinth – natürlich stilecht mit Absinthfontäne zubereitet – stehen in der Bar am Mainkaiufer auf der Karte. Um in die Rote Bar zu kommen, muss man klingeln – und kann an der Tür auch mal abgewiesen werden, wenn man nicht reserviert hat.

Auch in The Parlour in der Innenstadt kommen Gäste nicht ohne Weiteres: Nach dem Klopfen an das Fenster eines unauffälligen Wohn- und Geschäftshauses muss man mitunter warten, bis ein Platz an der Bar frei wird. Eine feste Karte hat The Parlour nicht, dafür sind alle Sirups hausgemacht. Mit dunklem Interieur und bequemen Barhockern erinnert The Parlour an amerikanische Speak-Easy-Bars aus Zeiten der Prohibition und zählt mit ihren exzellenten Cocktails zu den Stars der Frankfurter Bars.

Ein besonderes Konzept verfolgt das Showmanship: Das Pop-up-Lokal in Alt-Sachsenhausen ist nur einmal in der Woche geöffnet und schenkt ausschließlich Bio-Wein aus. In der Karte der ersten Natural Wine Bar der Stadt sind vornehmlich solche Weine zu finden, die besonders lang in der Maische lagen und zumeist von deutschen und französischen Weingütern stammen. Die Betreiber sind übrigens dieselben wie beim Restaurant Stanley Diamond – und sie haben mit dem Showmanship die nächste Marktnische erobert.

 

Spezielle Shoppingerlebnisse

Auch wenn es um das Thema Shopping geht, hat die Mainmetropole einige Highlights zu bieten. Bei Pulse & Vogue im Bahnhofsviertel beispielsweise können anspruchsvolle Kundinnen aus den neuesten Modellen der Kollektionen von Black Lily, Gestuz, Filippa K, POPcph und By Malene Birger wählen. Dazu gibt es handgefertigte Schmuckunikate von Chaingang und tolle Accessoires. So hat sich Pulse & Vogue zu einem der führenden Concept-Stores für progressive Modelabels in Frankfurt entwickelt und zahlreiche Awards von den Modemagazinen Elle und Vogue erhalten.

Zu den Shopping-Hotspots zählt auch der Showroom des deutschen Espadrilles-Labels Lika Mimika. Und das nicht nur wegen des Sortiments, sondern auch wegen seines Designs. In der Altstadt verteilt sich der Store wie in einem Townhouse auf drei Etagen. Deckenhohe Spiegel, wechselnde Kunst, Kakteen und ein mintgrünes Sofa im 50er-Jahre-Stil sorgen hier für Wohlfühlambiente beim Anprobieren der handgefertigten Leder-Espadrilles, Wedges, Loafer und Boots.

Was darf in der Mainmetropole selbstverständlich nicht fehlen? Das Frankfurter Nationalgetränk. Das kauft man besonders gut in der Apfelweinhandlung JB in Sachsenhausen – übrigens Frankfurts erste Apfelweinhandlung. Hier werden ausschließlich Manufaktur-Apfelweine verkauft, die aus den Äpfeln heimischer Streuobstwiesen gewonnen werden. Neben Apfelwein hat Inhaber Jens Becker beispielsweise Apfelbrand Apfelsecco, Apfelessig, Apfelschaumweine und -cuvées im Angebot und bietet regionalen Manufakturbetrieben mit seinem Laden eine Plattform – und Genießern ganz besondere Geschmackserlebnisse. 

 

 

Bilder und Bildrechte:

Titel: Skyline Frankfurt © Fotolia

01: Schirn Kunstalle © Schirn Kunstalle Frankfurt

02: Stanley Diamond  © Steve Herud

03: The Parlour © Artevadana

04: Apfelweinhandlung Jens Becker © Jens Becker