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Wenn der Koch nach Hause kommt

So sieht die Arbeit eines Privatkochs aus

Ein gediegenes Dinner in den eigenen vier Wänden, am liebsten mit ein paar Gästen – was könnte es Schöneres geben? Wenn nur nicht die ganze Arbeit wäre, die dahintersteckt: Erst von einem Supermarkt zum nächsten hetzen, weil der Koriander ausverkauft ist. Danach den Tisch dekorieren und an der Serviettenfalttechnik verzweifeln. Und auf den Gläsern sind auch wieder Fettflecken. Und wo ist eigentlich das gute Besteck abgeblieben?

Dann geht es an die Zubereitung des Essens: Das Schneiden des Gemüses dauert Ewigkeiten und das Braten des Fleisches hinterlässt Fettflecken auf dem neuen weißen Hemd. Und wie lange genau braucht nochmal das Filet im Ofen? Plötzlich klingelt es an der Tür und die Gäste sind da. Wer kann da zwischen Geschirrbergen und dampfenden Töpfen noch als entspannter Gastgeber auftreten?

Die Lösung hat es schon zu Zeiten der Könige und Herzoge gegeben: Ein Privatkoch. Er kommt in die heimische Küche, bringt alle Zutaten mit und wenn nötig, auch Töpfe und Pfannen. Er kocht, serviert, dekoriert den Tisch, falls gewünscht, und verlässt die Küche wieder im aufgeräumten Zustand. Der Gastgeber kann entspannt mit den Gästen plaudern und das Essen genießen.

Michal Orantek arbeitet seit fünf Jahren als Privatkoch in Berlin. Sein Arbeitsplatz sind große und kleine Küchen, luxuriös oder spartanisch ausgestattet, mit Gasherd oder auch Induktion. Viele Jahre hat er Erfahrung als Koch in den verschiedensten Restaurants gesammelt. Die Arbeit als Privatkoch bedeutet für ihn, sich selbst verwirklichen zu können, ohne Vorgaben seinem eigenen Stil zu folgen. Sein Konzept: Die Gäste sagen, was sie sich kulinarisch wünschen. Ob vegan, paleo oder eine Erinnerung an den letzten Italienurlaub oder ein besonderes Familientreffen – nahezu jeder Gästewunsch lässt sich verwirklichen. Schließlich löst ein gutes Essen im besten Fall viele Emotionen aus. Natürlich macht Orantek auch eigene Vorschläge oder plant komplette Überraschungsmenüs.

Job ist Vertrauenssache

Von einem Geschäftsessen, über Hochzeit, Taufe, Candlelight-Dinner bis hin zur Geburtstagsüberraschung– die Anlässe für den Einsatz eines Privatkochs sind so verschieden wie seine Gäste. Dabei ist sein Job vor allem eines – Vertrauenssache: „Ich lerne meine Gäste gerne vor dem eigentlichen Dinner kennen. Schließlich möchten sie wissen, wer da zu ihnen nach Hause kommt“, sagt Orantek. Die Ausstattung der Küche ist ihm dabei weniger wichtig. Er kommt fast überall zurecht und braucht eigentlich nur einen Herd, einen Backofen und einen Kühlschrank mit Gefrierfach. „Falls was fehlt, improvisiere ich oder ich habe das passende Equipment noch zur Sicherheit mit dabei.“ Frei nach dem Sprichwort: „Köche sind beschissen, wenn sie sich nicht zu helfen wissen“, lacht Orantek. Nur eines ist ihm wichtig: die Messer. Deswegen bringt er immer seine eigenen mit.

Orantekts Arbeit umfasst dabei wesentlich mehr als das eigentliche Kochen. Er konzipiert das Menü, wählt die Produkte aus, überlegt, wie er die Speisen anrichten kann, geht Einkaufen und organisiert gegebenenfalls Geschirr und Tischdekoration. Das kostet schnell mal drei Tage Vorbereitungszeit.

Nach dem Kochen und Servieren kümmert er sich dann um das Aufräumen. Die besondere Herausforderung: Es muss schnell gehen, denn kein Gast wartet gerne. „Vor allem bei größeren Veranstaltungen kann es da mal chaotisch werden. Ich räume allerdings nach jedem Arbeitsschritt auf, sodass mir die Gäste jederzeit über die Schulter schauen können.“

Eine gute Organisation ist bei der Arbeit eines Privatkochs alles. Aber natürlich kann immer mal etwas schief gehen. „Neulich ist bei einer Kundin der Herd ausgefallen und wir mussten uns schnell was überlegen, um das Geburtstagsessen nicht ins Wasser fallen zu lassen. Der Nachbar hat uns dann seinen Herd zur Verfügung gestellt“, lacht Orantek über sein skurrilstes Erlebnis. Das Schönste an seinem Beruf sei die Abwechslung: ständig lerne er neue Leute kennen und darf sich mit neuen kulinarischen Trends auseinandersetzen.

Küchentipp vom Profi

Selbstverständlich leisten sich die meisten Menschen einen Privatkoch nur zu besonderen Anlässen. Im Alltag stehen die meisten selbst in der Küche. Oranteks Tipp, wenn es schnell und einfach sein soll? „Man sollte am besten immer Mehl, Eier, Milch sowie etwas saisonales Obst und Gemüse zu Hause haben. Damit kann man sich eigentlich alle Mahlzeiten zubereiten: Pfannkuchen zum Frühstück, Nudeln als Mittagessen und ein selbstgebackenes Brot als Abendessen.“ Dabei gilt: Nur Mut beim Zusammenrühren der Zutaten.

Und natürlich gebe es auch bei einem Koch zu Hause mal etwas Einfaches wie Pancakes oder Pizza vom Lieferservice, wenn es schnell gehen müsse.

Und sein Lieblingsgericht? „Trüffel-Pasta zum Beispiel. Das ist ein schnelles und leckeres Gericht, das ich auch gerne meinen Kunden anbiete.“ Es eignet sich als Haupt- oder Zwischengang. Trüffel sei ein vielseitiges Produkt: Gerne auch als Vorspeise in Form eines Parmesan-Panna Cottas mit Trüffel oder in selbstgemachten Tortellini.

Sie möchten einen Privatkoch buchen? Schauen Sie auf Michal Oranteks Website vorbei.