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Von der Nasszelle zum Private Spa

Bad-Design im Wandel der Zeit

Bis zu drei Jahre – so lange verbringt ein Mensch durchschnittlich im Badezimmer. Der Stellenwert eines schönen Badezimmers ist damit eigentlich eindeutig. In letzter Zeit hat das Bad eine Aufwertung erfahren: mit einer hochwertigen Ausstattung und verschiedenen Spa-Elementen ist es vielerorts zu einem wahrlichen Wellness-Tempel geworden.
Aber das war nicht immer so: In Deutschland fand das Badezimmer erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts seine Verbreitung in den Häusern und Wohnungen. Bis dahin wurde sich mit Zubern in der Küche oder öffentlichen Bädern beholfen. Das Badezimmer als gesonderter Raum galt bis dahin als Luxusgut.
In der DDR waren sogar Toiletten und Badewannen in der Altbau-Wohnung noch bis in die 80er Jahre hinein nicht selbstverständlich. Glücklich schätzen konnte sich, wer im Plattenbau über eine normierte Nasszelle verfügte: Gerade einmal 3,43 m² maß das Bad im Standard-Plattenbau WBS 70.

Harmonische Verbindung zwischen Funktionalität und Ästhetik

Wie ästhetisch und anspruchsvoll heutzutage ein Bad aussehen kann, zeigt das Bad-Design in der Greifswalder Straße in Berlin-Prenzlauer Berg. Hier zeichnet sich Architekt Jochen Klein, der zahlreiche Projekte für Daniel Libeskind leitete, für die Sanierung der Fabriklofts aus der Gründerzeit verantwortlich, die vor allem durch Backsteinwände, hohe Kappendecken und Rundbögen an den Türen und Fenstern ein besonderes Flair verströmen. Auch das besondere Bad-Design verantwortet der Architekt.
Die Liste der besonderen Design-Elementen in den Bädern der Eigentumswohnungen ist lang: Die hochwertigen Keramikobjekte stammen von der Firma Catalano, die ausschließlich in Italien ihre Produkte entwirft und produziert. In den Masterbädern kommen zusätzlich freistehende Badewannen von Badeloft zum Einsatz, die aus Mineralguss gefertigt sind und so besonders zum urbanen Loft-Charakter der Wohnungen in der Greifwalder Straße passen.

Glasmosaik trifft auf Beton und Backsteine

Die Waschtische sind allesamt aus Glasfaserbeton maßgefertigt, was den rauen Industrie-Charakter zusätzlich unterstreicht. Im Kontrast dazu wurden in nahezu allen Bädern Glasmosaik-Steine der italienischen Marke Bisazza verbaut, die als Marktführer im Segment hochwertiger Mosaiken gilt. Die farbigen Steine kommen vor allem als farbiges Highlight in Nischen zum Einsatz. Ansonsten wurden entweder betongraue oder anthrazitfarbige Marazzi-Fliesen, ebenfalls „Made in Italy“, verlegt oder ein Megaplan-Gussboden verwendet. Die zum Teil noch sichtbaren Mauerwerksbögen bilden zu den farbigen Mosaiksteinen einen zusätzlichen spannenden Kontrast. Raumhohe Spiegel, bodengleiche Duschen, Fußbodenheizung und Handtuchheizkörper sorgen für zusätzlichen Komfort. Ein Lichtkonzept mit indirekter Beleuchtung und eingebauten Deckenspots rundet das Designkonzept ab.
Letztlich ist jedes Bad in der Greifswalder Straße ein Unikat: keines sieht wie das andere aus. Vor allem finden sich in jedem Bad andersfarbige Mosaike: Entweder in knalligen rot-Tönen oder auch in weiß-, schwarz- und grün-/blau-/grau-Tönen.

Von smarten Spiegeln und horizontalen Duschen

Im Jahr 2019 gilt Farbe ohnehin als bewusstes Gestaltungselement in Bädern: Kräftige und farbige Kontraste liegen in diesem Jahr voll im Trend. Aber auch Grau- und Brauntöne kommen noch immer gerne zum Einsatz. Ergänzt wird die Farbgestaltung von ungewöhnlichen Materialien wie Leder, Beton oder zeitlos elegantem Marmor.
Ein besonders großer Trend ist auch das Thema Hygiene bei der Badgestaltung: Hier wird unter anderem auf antibakterielle Oberflächen oder spülrandlose WCs gesetzt. Ein weiterer Trend kommt aus der Welt der Technologie: Smarte Spiegel können Musik abspielen oder Screens in der Dusche zeigen die Morgennachrichten. Smarte WCs, die sich per App steuern lassen, sind bereits in vielen Badezimmern zu finden. Bei aller Modernität sind aber noch immer althergebrachte Elemente in Mode: Fliesen mit skandinavischen Mustern oder Jugendstilelementen sowie viel Holz schaffen einen Vintage-Look im Bad und damit ein besonders wohnliches Flair. Auch ungewöhnliche Elemente wie eine horizontale Dusche oder ein Waschtisch mit eingebautem Schminktisch sind in diesem Jahr in Mode.

Wer noch mehr über Bad-Design im Wandel der Zeit erfahren möchte, dem sei ein Besuch im Museum für Wasser, Bad und Design ans Herz gelegt.

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