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Kühle Drinks und heiße Nächte

Sobald in Berlin die Sonne untergeht, geht in seinen Bars der Hauptstadt die schummerige Beleuchtung an. Und zwar nicht erst am Wochenende: Jeden Tag finden Freunde gepflegter Getränke immer einen passenden Ort. In den letzten Jahren hat sich die Torstraße zu einer wichtigen Ausgehmeile in Mitte entwickelt. Wer sich hier auf eine Bar-Tour begeben möchte, kann gleich am westlichen Ende in der Bravo Bar loslegen. Die Bar ist jedoch nichts für einen After-Work-Drink: Erst um 22 Uhr werden Mittwoch bis Sonnabend die Türen geöffnet. Dann dauert es nicht lange, bis sich die Tanzfläche füllt und die Stimmung steigt. Eine Institution liegt gleich um die Ecke: das Reingold in der Novalisstraße 11 (siehe Foto).

An dem 17 Meter langen Tresen lassen sich Geschäftsleute neben Hipstern in lässigem Loungeambiente nieder. Wer von dem geschulten Barpersonal lernen möchte, wie man Cocktails mixt oder was einen guten Wein ausmacht, der kann einen Kurs an der angeschlossenen Barschule buchen.

Weiter westlich stößt an der Torstraße 89 die Kunst- und Kreativszene in der Neuen Odessa Bar (siehe unten) mit Moscow Mule an.

Der gut gemixte Gurkendrink ist die Spezialität des Hauses und wird jeden Tag ab 19 Uhr serviert.

Preisgekrönt trinken

Hotelbars sind meistens eine langweilige Angelegenheit. Eine erfrischende Ausnahme bildet die Amano Bar (siehe unten) im gleichnamigen Hotel an der August- Ecke Rosenthaler Straße. Mit einer imposanten Cocktailauswahl mit hauseigenen Spezialitäten wie dem Pink Mojito hat sie es geschafft, zu einer festen Größe des Berliner Nachtlebens zu werden. Preise als beste Hotelbar und für das geniale Barteam bestätigen das. Und so kommt es, dass am edlen Marmortresen nicht nur Touristen Platz nehmen, sondern auch Berliner. Von dort aus können sie Klaus Kinski zuprosten, der als XL-Poster an der Wand hängt.

Versteckt genießen

Doch nicht jede Bar ist so leicht zu finden. Wer die Drayton Bar in der Behrenstraße 55 besuchen möchte, der muss erst einen dunklen Hinterhof überqueren. Hinter einer unauffälligen Tür liegt die zum Imperium von Nachtleben-Größe Cookie gehörende Bar. Sie ist im Stil der 20er Jahre eingerichtet, goldene Pfauen auf dem Tresen erinnern an die wilden Zeiten von damals. Ein versierter Barmann mixt den internationalen Gästen den Drink des Abends auf den Leib. Noch so eine unscheinbare Tür gehört zur Tausend Bar am Schiffbauerdamm 11. Während oben die S-Bahn über die Gleise donnert, öffnet der Türsteher unten auf Klingeln hin die Pforte. Innen wartet eine stylische Bar mit lauter Musik und exzellentem Restaurant im Hinterzimmer auf das bunte Partyvolk.

Zur Amano Bar gehört die G&T-Bar in einem Hinterhof an der Friedrichstraße (siehe unten). Eingeweihte wissen, dass sich hinter dieser Abkürzung der Lieblingsdrink der Queen Mum, nämlich Gin Tonic, verbirgt. Mehr als 100 Sorten des Wacholderschnaps' stehen hinter dem Tresen. Er kann entweder pur oder als Longdrink genossen werden. Dabei kommen so originelle Zusätze wie aromatisierter Tee ins Spiel. 

Klein, aber fein

Kein Insider-Tipp, aber ein Garant für gelungene Abende ist die King Size Bar an der Friedrichstraße 112b. Der Name ist hier definitiv nicht Programm, denn die Räume sind so klein, dass die Party in lauen Sommernächten eher auf dem Bürgersteig steigt, weil es innen zu voll ist. Die Drinks werden aus Whisky-Tumblern gereicht, die mit Seidenvelours bezogenen Barhocker stammen angeblich aus Palermo. Ein ähnliches Klientel wie im King Size bevölkert auch die Chelsea Bar an der Torstraße. Hinter und vor dem Tresen wird überwiegend Englisch gesprochen. Immer wieder machen Live-Bands Stimmung.

Hot-Spots rund um den Hackeschen Markt

Die Betreiber des Grill Royal verguckten sich vor ein paar Jahren in die Mädchenschule in der Auguststraße 11-13 und servieren seitdem im Pauly Saal regionale Küche. In der dazugehörigen Bar helfen internationale Barkeeper bei der Auswahl der Getränke und bereiten sie frisch zu. Im Sommer genießt man sie am besten draußen auf der Terrasse, an kühlen Tagen sind die gemütlichen Ledersessel mit Wohnzimmercharme der einladendere Ort. Mehr Partylocation als gepflegte Bar ist dagegen die Trust Bar am Hackeschen Markt. Sie gehört dem Bruder von DJ Westbam und zog vor einige Zeit in neue, größere Räume. Seitdem ist noch mehr Platz für die bunt gemischte Gästeschar, die zu den Klängen des DJs nicht nur das Cocktailglas hebt, sondern auch das Tanzbein schwingt. Na dann, Prost!

 

Bilder und Bildrechte:
01 Reingold (PR)
02 Neue Odessa Bar (PR)
03 G&T Bar (PR)
04 Amano Bar (PR)