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Europa city nimmt Gestalt an

Viele Jahre wehte nur böiger Wind über die öden Sandhügel auf dem Gelände des ehemaligen Containerbahnhofs zwischen Mitte und Moabit. Hier, wo vor dem Zweiten Weltkrieg Speditionsgüter in abgewrackten Hallen gelagert und an Rampen verladen wurden, wo 1961 das erste Maueropfer beim Fluchtversuch durch den Hafen starb, herrschte lange Zeit nur Tristesse. Doch das ist Geschichte. Inzwischen haben zahlreiche Unternehmen die einzigartige Lage mit Kanzleramt und Hauptbahnhof als Nachbarn entdeckt und lassen hier ein neues, modernes Stadtquartier entstehen - die Europacity.

Zwischen dem Spreebogen südlich des Hauptbahnhofs und der Perleberger Brücke im Norden, zwischen Humboldthafen, Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal und Nordhafen drehen sich entlang der Heidestraße heute die Baukräne, verengen Bauzäune die Straßen und Wege. Einige Bauprojekte sind bereits fertig, andere noch in der Planung. Und viele wachsen derzeit heran.

KONZERNZENTRALEN UND HOTELS

So auch der „HumboldtHafenEins", das neue Quartier der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers am Kapelle-Ufer 4. Die Bauarbeiten begannen 2013, im Sommer 2015 feierte PwC die Einweihung des neuen Bürogebäudes, das Platz für alle 850 Berliner Mitarbeiter bietet. Direkt daneben haben in diesem Sommer die Bauarbeiten für das „Haus der Zukunft" begonnen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung möchte hier Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Bürger zusammenbringen. Ab 2017 soll es Ausstellungen zu Forschungs- uns Zukunftsthemen geben.

Am Washingtonplatz hat Steigenberger 2014 sein neues Nobelhotel mit 339 Zimmern eröffnet - direkt dahinter befindet sich seit 2013 das Intercity-Hotel mit 412 Zimmern. Zudem wurde gerade in diesem Herbst das John-F.-Kennedy-Haus fertig gestellt, in das noch in diesem Jahr der Immobiliendienstleister von Jones Lang LaSalle und die Anwaltskanzlei White & Case LLP einziehen sollen.

Auf der anderen Seite der Invalidenstraße hat im August dieses Jahres das Amano-Hotel eröffnet, das vor allem mit seiner exklusiven Bar in der sechsten Etage samt riesiger Dachterrasse lockt. Durch eine gläserne Brüstung können Geschäftsreisende und Berliner künftig den Ausblick über Humboldthafen und Reichstag genießen. Dahinter erheben sich entlang der Heidestraße vor allem Konzernzentralen. Fertig ist bereits der 69 Meter hohe Tower des Ölgiganten Total Deutschland. Und auch Netzbetreiber 50Hertz errichtet hier seine neue Unternehmenszentrale. Neben dem Tour Total plant der Immobilienkonzern CA Immo zudem den Bau zweier weiterer Bürohäuser.

WOHNRAUM FÜR GEHOBENE ANSPRÜCHE

Doch nicht nur Hotels und Bürogebäude entstehen in dem neuen, mondänen Stadtquartier. Für die kommenden Jahre ist auch der Bau von 2600 Wohnungen geplant. Ein erstes Bauprojekt ist bereits beschlossen: Östlich der Heidestraße entstehen in den kommenden Jahren rund 500 Wohnungen. Zudem sind Einzelhandels- und Gastronomieflächen und eine Kindertagesstätte mit 65 Betreuungsplätzen vorgesehen. Die Heidestraße selbst wird zum Boulevard ausgebaut, die Gehwege werden sieben Meter breit und von drei Baumreihen gesäumt. Ein großer Stadtplatz soll zum Spazieren und Verweilen einladen.

Und auch am Humboldthafen entstehen zwei Wohn- und Geschäftshäuser mit 190 Wohnungen - die perfekte Adresse für Neuberliner mit gehobenen Ansprüchen. Denn die Europa-City liegt nicht nur zentral am Puls der Zeit zwischen Hauptbahnhof, Regierung und Parlament, die Uferkante lädt künftig mit Geschäften und Cafés auch zum Flanieren ein - und eine 200 Jahre alte Linde auf den Areal zeugt von den Geschichte des Ortes.