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Deutschlands Co-Working-Spaces

Flexibel arbeiten – weltweit

Die flexiblen Arbeitsplätze in einer professionellen Business-Umgebung mit der erforderlichen Infrastruktur – allen voran Highspeed-Internet – sind nicht mehr nur bei Kreativen und Start-Ups gefragt. Auch Unternehmen aus Industrie und Mittelstand sowie internationale Konzerne begeistern sich zunehmend für Co-Working. Nicht an ein festes Büro gebunden zu sein, sondern an verschiedensten Orten professionell arbeiten zu können, das ist gerade für Geschäftsreisende der wesentliche Faktor beim Co-Working.

Digitalisierung und Globalisierung treiben das Wachstum der Branche voran. Auch wenn in der Praxis auffällt, dass der Begriff Co-Working häufig nicht trennscharf verwendet wird, ist die Kernidee, dass Menschen aus unterschiedlichen Bereichen einen Arbeitsraum teilen. Sie können hier komplett unabhängig voneinander agieren oder sich austauschen – Co-Working-Spaces bieten auch in dieser Hinsicht Freiraum.

Hohe Wachstumsraten

So hat sich aus der winzigen Nische in der Start-Up-Szene ein florierendes Geschäftsmodell entwickelt. Wachstumsraten von jährlich 100 Prozent machen das Geschäftsmodell auch für Investoren zunehmend interessant – und sorgen für immer mehr Diversität in der Branche. Komplett möblierte Büros mit hohem Designanspruch oder ganz schlicht eingerichtet, flexible monatliche Mitgliedschaften oder fest angemieteter Schreibtisch, ein Platz im Gemeinschaftsbereich oder ein Einzelbüro – das Spektrum ist so groß wie die Vorlieben der Nutzer.

Co-Working auf See ist die Ausnahme

Der vielleicht außergewöhnlichste Co-Working-Space der Welt ist das Coboat: Der 25 m lange Katamaran bietet Platz für insgesamt 20 Co-Worker – Mindestaufenthalt eine Woche, andere zeitliche Beschränkungen gibt es nicht. Mit Salon und Konferenzräumen, in denen sich die Co-Worker austauschen können, und einem speziellen WLAN-Satelliten für Boote wurde das Coboat ausgezeichnet als einer der innovativsten Arbeitsplätze der Welt.

Co-Working auf See ist allerdings die Ausnahme. In der Regel finden sich die Co-Working-Spaces nach wie vor auf festem Boden. Das Café St. Oberholz in Berlin-Mitte beispielsweise ist eines der Urgesteine der deutschen Co-Working-Szene. Oberhalb des Cafés liegt der eigentliche Co-Working-Bereich mit Einzel- und Teambüros sowie Meetingräumen. Die Musikplattform SoundCloud zählt zu den erfolgreichsten Geschäftsideen, die im St. Oberholz entstanden, und auch der Kochbox-Anbieter HelloFresh hat hier seinen Ursprung.

Co-Working und Wohnen verbinden

Das Café berücksichtigt die wichtigsten Kriterien eines Co-Working-Spaces: eine innerstädtische Lage mit einer guten Verkehrsanbindung. Denn unabhängig von den verschiedenen Geschäftsmodellen sollen Co-Working-Spaces vor allem eins bieten: einen gut zu erreichenden Arbeitsplatz. Das Wohnhochhaus „The Fritz“ in Berlin-Mitte geht daher einen Schritt weiter: Es integriert den Co-Working-Space in das Haus, in dem künftig auch zahlreiche Geschäftsleute wohnen dürften, die keinen klassischen stationären Arbeitsplatz mehr haben. Auch dieser Ansatz ist eher die Ausnahme als die Regel, zeigt aber ebenfalls die große Bandbreite, die sich im Co-Working entwickelt hat. 

 

 

Bilder und Bildrechte:

Titel: Co-Working-Space im The Fritz © Zabel Property

01: Coboat © Coboat

02: Co-Working-Space im St.Oberholz © St. Oberholz