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Berlin ist Europas Immobilienmarkt Nummer Eins

Es ist längst kein Geheimnis mehr: Berlins Immobilienmarkt boomt. Nicht nur inländische Investoren haben die Stadt an der Spree für sich entdeckt, auch auf dem europäischen Parkett ist Berlin mittlerweile ganz vorne mit dabei. Eine kürzlich veröffentlichte Umfrage zeigt sogar: Berlin gilt aktuell als der spannendste Immobilienmarkt Europas. Zu diesem Ergebnis kommen das Urban Land Institute (ULI) und die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC in ihrer Studie „Emerging Trends in Real Estate Europe 2015". Die rund 500 befragten europäischen Investoren waren sich einig: Keine andere Stadt in Europa ist so innovativ, kreativ und dynamisch wie Berlin. Das liegt nicht zuletzt an der boomenden Start-up-Szene: Vor allem im Bereich Medien und Technologie würden die meisten Produkteinführungen in Berlin stattfinden oder hätten zumindest einen Berlin-Bezug.

AUSLÄNDISCHE INVESTOREN SETZEN AUF BERLIN

Nachdem der Berliner Immobilienmarkt lange Zeit von nationalen Investoren dominiert wurde, weckt die Hauptstadt mit all ihren Vorzügen seit einiger Zeit auch verstärkt das Interesse internationaler Anleger. Diese Entwicklung dürfte sich fortsetzen. So gehen 83 Prozent der von ULI und PwC Befragten davon aus, dass der Anteil asiatischer Investoren auf dem Berliner Markt zunehmen wird. Für 2015 erwarten die befragten Experten zudem einen weiteren Anstieg des Transaktionsvolumens. Nach den europäischen Immobilienmärkten mit den besten Aussichten befragt, sehen die Experten Berlin hinter Amsterdam, Athen und Barcelona auf Platz vier.

BERLIN WEIST „EXZELLENTE FUNDAMENTALDATEN" AUF

Die Bundeshauptstadt profitiert der Studie zufolge vom hohen Anlagedruck der Investoren: Ihnen steht derzeit zwar viel Kapital zur Verfügung, aber kaum eine Investmentalternative mit attraktiven Renditeaussichten. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich daher derzeit Wohnimmobilien. Wie die Befragung zeigt, haben bereits zwei Drittel der befragten Investoren in Wohnungen investiert. Grund dafür ist die verbreitete Wohnungsknappheit in vielen europäischen Metropolen. Gleichzeitig sind die besten Objekte stark umkämpft. Das größte Problem in diesem Jahr sehen die Investoren in der weiter steigenden Angebotsknappheit. 82 Prozent von ihnen sind der Ansicht, dass der schwierige Zugang zu passenden Immobilien einen moderaten bis spürbaren Einfluss auf ihre Geschäftsmodelle haben wird. Schon jetzt erachten zwei Drittel der Befragten Top-Immobilien als überteuert. Das betrifft auch den Münchner Immobilienmarkt: Die bayerische Landeshauptstadt rutschte von Platz eins im vergangenen Jahr auf Platz elf ab. Berlin hingegen weist nach Einschätzung der Experten „exzellente Fundamentaldaten" und ein vergleichsweise günstiges Preisniveau auf. Gute Investitionschancen bescheinigen die europäischen Investoren auch Hamburg: Die Hansestadt belegte Platz vier im Ranking der attraktivsten Immobilienmärkte.

RISIKOBEREITSCHAFT STEIGT

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Die Risikobereitschaft der europäischen Investoren hat deutlich zugenommen. So sind angesichts des harten Wettbewerbs auch verstärkt Märkte in den Fokus gerückt, die besonders heftig von der Euro-Krise betroffen waren und sich gerade wieder erholen. Vor diesem Hintergrund haben Immobilienanleger zuletzt verstärkt in Irland und Spanien investiert. Als heißer Tipp gelten vor allem Dublin und Madrid: Die beiden Städte belegten im Ranking Platz zwei und drei. So hat sich die wirtschaftliche Situation in Dublin beruhigt und gilt, was die Rahmenbedingungen für ein Investment betrifft, als intakt. Zudem hat das knappe Angebot in der irischen Hauptstadt ein starkes Mietwachstum hervorgerufen. Auch Madrid ist zunehmend für ausländische Investoren interessant. Einige vorsichtige Anleger zweifeln allerdings daran, dass diesem Markt ein langfristiges und somit solides Wachstum bevorsteht. Nichtsdestotrotz gilt Spaniens Hauptstadt als Newcomer. Aber auch in Athen, Amsterdam, Birmingham oder Lissabon steigt die Investitionsbereitschaft. Schlusslichter im Ranking der Investoren waren Wien, Rom und Moskau. Die Aussichten für die russische Hauptstadt sind stark von der geopolitischen Krise getrübt.