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Berlin für Kids

Wie funktioniert eine Dampflock? Wie reisten die Menschen vor hundert Jahren? Warum kann ein Flugzeug fliegen? Fragen wie diese beantwortet die Ausstellung im Technikmuseum kleinen Forschern. Das Museum mit dem Rosinenbomber über der Terrasse im vierten Stock kann man mit Kindern nicht oft genug besuchen. Auf alte Loks zu klettern und Tasten und Schalter zu drücken, macht Vierjährigen ebenso Spaß wie Schulkindern, und immer wieder gibt es etwas Neues zu entdecken. Lohnenswert ist auch das Science Center gleich nebenan. Dort werden komplexe physikalische Zusammenhänge kindgerecht erklärt. In Experimenten erfahren die Besucher zum Beispiel, wie Sehen und Hören funktioniert oder wie ein Blitz entsteht. 

AUF ENTDECKUNGSTOUR IM MUSEUM

Doch die Berliner Museumslandschaft hat noch mehr für Kinder zu bieten: Um die gesammelten Schätze aus Nordamerika, der Südsee oder der Karibik zu bewundern, müssen Besucher bislang noch den Weg nach Dahlem auf sich nehmen. In etwa drei bis vier Jahren sollen Indianermasken, Maya-Skulpturen und die bei Kindern so beliebten begehbaren Südseeschiffe jedoch nach Mitte umziehen.

Der Besuch der Sammlung lohnt sich aber auch wegen des angeschlossenen Junior-Museums. Momentan erfahren dort Vier- bis Achtjährige, wie Reis wächst und geerntet wird. „Anfassen ausdrücklich erwünscht" gilt im Labyrinth Kindermuseum an der Osloer Straße in Wedding (siehe unten). In einer großen Fabrikhalle können Kinder zwischen vier und zwölf Jahren klettern, basteln, ausprobieren und entdecken.

 

Ähnlich interaktiv ist das Konzept des MACHmit! Kindermuseums an der Senefelder Straße 5 in Prenzlauer Berg. Neben temporären Ausstellungen zu Kunst- und Wissensthemen können die Kinder durch ein Spiegelkabinett irren oder eine alte Druckpresse ausprobieren.

SPIEL UND SPASS IM FEZ

Schon die Anfahrt ist eine Attraktion: Vom S-Bahnhof Wuhlheide bringt die kleine Parkeisenbahn mit Kinder-Schaffnern die Besucher in das Freizeit- und Erholungszentrum Wuhlheide, kurz FEZ genannt (siehe oben). Es ist ein wahres El Dorado für Familien. Schwimmhalle, Kindermuseum, Theater- und Konzertbühnen, Raumfahrtzentrum, Kino sowie ein weitläufiger Park mit fantastischen Spielplätzen und Tiergehegen gehören zu den Attraktionen, die man bei einem Besuch kaum komplett erkunden kann. Dazu kommen Messen und Themenwochenenden mit besonderen Events. Wiederkommen ist also Pflicht.

PONYREITEN UND KANINCHEN STREICHELN

Kinder lieben Tiere, und so sind Zoo, Tierpark und Aquarium die Dauerbrenner unter den Familienausflügen. Während der Zoo (siehe oben) durch seine große Artenvielfalt und die zentrale Lage besticht, hat die Weitläufigkeit des Tierparks in Friedrichsfelde ihren ganz besonderen Reiz. Doch gerade kleinere Kinder begeistert es vielleicht mehr, ein Kaninchen auf dem Arm zu halten als vor einem Raubtiergehege zu stehen. Über die ganze Stadt verteilt gibt es zahlreiche Kinderbauernhöfe, zum Beispiel im Görlitzer Park in Kreuzberg oder in der Tempelhofer Ufa-Fabrik, wo Kinder Tiere streicheln, aber auch Ponyreiten dürfen.

RAUS IN DEN PARK

Wie sich die Natur ein Bahngelände zu eigen macht, können große und kleine Besucher des Tempelhofer Südgeländes erfahren. Es gehört wohl zu den ungewöhnlichsten Parks in Berlin: Über Metallgitter und durch -Röhren läuft man durch die fast dschungelartige Natur, unterbrochen von rostigen Metallskulpturen, einem alten Stellwerk und einer gigantischen Dampflok. Nebenbei kann man Graffiti-Sprühern beim legalen Verschönern von Backsteinwänden zuschauen. In einer alten Fabrikhalle sind Kunstausstellungen zu sehen. Auch lohnenswert ist ein Ausflug nach Marzahn in den Garten der Kulturen. Nirgendwo sonst liegen Japan, Italien und der Orient so nah zusammen, denn auf dem Gelände wurden Gärten aus aller Welt nachgestellt. Kinder lieben besonders das große Labyrinth, das man von oben aus einem Aussichtsturm überblicken kann.

UNTERHALTUNG AN REGENTAGEN

Doch was tun, wenn das Wetter einen Strich durch die Ausflugsplanung macht? Bei Regenwetter ist das Legoland Discovery Centre am Potsdamer Platz (siehe oben) die richtige Wahl. Aus rund fünf Millionen Legosteinen wurden Berliner Sehenswürdigkeiten wie das Brandenburger Tor nachgebaut. „Gut festhalten" heißt es auf der Drachenbahn, geschickte Hände können sich beim Modellbau mit Lego versuchen.

Wie das Weltall aufgebaut ist und die Erde entsteht, erfahren Kinder im Planetarium am Insulaner. Regelmäßig gibt es hier Theater, Filme und Vorträge. Das Repertoire reicht von „Peterchens Mondfahrt" bis hin zum „Regenbogenfisch". Dazu werden Bilder in das imposante Kuppelzelt projiziert. Mutige erklimmen danach noch das Riesen-Klettergerüst am Fuße des Insulaners. Für Langeweile bleibt bei so vielen Abenteuern gar keine Zeit. 

 

Bilder und Bildrechte:

01 Im Technikmuseum entdecken Kinder, wie Autos und Dampfloks funktionieren. (Foto: © Technikmuseum)
02 „Platz da! Kinder machen Stadt - Die Baumeister Lukas, 8, Emma, 7 und Alma, 7 (v.l.n.r.)" (© Labyrinth Kindermuseum Berlin, Foto: Ulrich Sülflow)
03 Spiel und Spaß im FEZ Berlin (Foto: © FEZ)
04 Eisbären im Zoo Berlin (Foto: Karl Bröseke)
05 Drachenbahn im Legoland Discovery Centre (Foto: © Legoland Discovery Centre Berlin)