/sites/default/files/lichtgrenze.jpg


25 Jahre nach dem Mauerfall

Angesichts des 25. Jahrestages des Falls der Mauer im Jahr 2014 und des 25. Jahrestages der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 2015 erwartet Berlin einen markanten Aufschwung des Tourismus, da Reisende aus der ganzen Welt die lebendige Hauptstadt zu ihrem Ziel machen.

ERSCHWINGLICH, GRÜN UND WACHSEND

Berlins Ruf, eine der fortschrittlichsten Hauptstädte Europas zu sein, ist unter anderem auf seine hohe Lebensqualität, seine wachsende Wirtschaft und eine unternehmerfreundliche Kultur zurückzuführen. Die Beschäftigung entwickelt sich schneller als im Rest des Landes, dadurch landet Berlin bei Wirtschaftsrankings regelmäßig auf Spitzenplätzen.

HOHE LEBENSQUALITÄT

Mit einem Stadtgebiet von 890 km² und 3,5 Mio. Einwohnern bietet Berlin eine vielfältige und dynamische Kulturlandschaft, zu der international bekannte Einrichtungen der Kunst, Bildung, Forschung und des Unternehmertums gehören. Bezahlbare Lebenshaltungskosten, einschließlich annehmbarer Mieten von den grünen Vorstädten bis hin zur schnelllebigen Innenstadt, ein exzellentes Nahverkehrsnetz, das kurze Pendlerzeiten ermöglicht, und 2.500 öffentliche Grün- und Erholungsanlagen tragen zusätzlich zur Attraktivität der Stadt bei.
Mercer, ein internationales Management Consulting Unternehmen, führte seine jährliche Umfrage zur „Lebensqualität" mit dem Ziel durch, multinationale Unternehmen zu unterstützen, die ihre Mitarbeiter ins Ausland entsenden. In der Umfrage werden 39 Faktoren bewertet, die als wichtig für die Lebensqualität angesehen werden, darunter Wohnverhältnisse, Bildung, Gesundheitswesen, öffentliche Dienste, Verkehr und Erholung.

Deutsche Städte nahmen in den Ergebnissen der Studie insgesamt vordere Plätze ein, wobei Berlin unter den Städten mit der höchsten Lebensqualität international den 16. Platz belegte, vor Paris (27), London (38) und Madrid (50). Mercer führte eine separate Studie durch, um die Rangliste der weltweit teuersten Städte zu ermitteln. Hier lag Berlin auf dem 106. Rang, weit hinter viel teureren europäischen Städten, wie Zürich (6), Bern (14), Oslo (18), Kopenhagen (21), London (25) und Paris (37).

EINE JUGENDLICHE STADT

Sinkende Bevölkerungszahlen sind ein Trend, der sich in vielen Metropolen auf der ganzen Welt auswirkt, die Einwohnerzahl von Berlin hingegen ist gewachsen, insbesondere der Anteil der 25- bis 30-Jährigen. Damit ist die Bevölkerung jünger als der Durchschnitt in Deutschland insgesamt. Das Wachstum wird zum Teil auf die solide Infrastruktur von Berlin zurückgeführt, die sowohl für Familien als auch für Alleinerziehende günstig ist. Mit mehr als 2.000 Kindertagesstätten in der ganzen Stadt und einer kostenfreien Tagesbetreuung für Kinder in den drei Jahren vor ihrer Einschulung ist Berlin führend auf dem Gebiet der Kinderbetreuung. 
Der „Youthful Cities Index 2014" platzierte Berlin auf den 2. Rang nach Toronto und vor New York (3), Paris (5) und London (7). Der Index bewertet Programme und die Lebensqualität für Menschen im Alter von 15 bis 29 Jahren und berücksichtigt Faktoren wie Beschäftigungsmöglichkeiten, Nahverkehr und Szeneleben. 
Die Anziehungskraft von Berlin für die Generation der jungen Erwachsenen liegt auch darin begründet, dass Unternehmen auf dem Gebiet der kreativen Künste einen erheblichen Anteil an der Wirtschaftskraft von Berlin haben. 22.600 Kultur- und Kreativunternehmen aus den Bereichen Musik, Film, Werbung, Architektur, Mode, Fernsehen, Radio, Forschung und Entwicklung, Verlagswesen und Videospiele tragen etwa 20 % - bzw. 18,6 Mrd. EUR - zum Bruttosozialprodukt von Berlin bei.

BEZAHLBAR UND LEBENSWERT

Im Immobilienbereich ist es der große Pluspunkt Berlins, dass die Mieten hier generell niedriger sind als in anderen deutschen Großstädten und ein vielfältiges Angebot an Wohnungen besteht, das der Nachfrage gerecht wird. Mit anderen Worten: Berlin bleibt erschwinglich, auch wenn die Mieten in vergleichbaren Städten in den letzten Jahren ständig gestiegen sind. Der durchschnittliche Mietpreis pro Quadratmeter beträgt 8,02 EUR. Bei Eigentumswohnungen liegt der Kaufpreis bei 2.474 EUR pro Quadratmeter. Die wachsende Einwohnerzahl führte zu einem kräftigen Aufschwung im Neubau. Fast 4.200 neue Wohnungen wurden in den letzten zwei Jahren gebaut und zirka 1.200 neue Wohnungen in vorhandenen Gebäuden fertiggestellt.

Berlins Lebensqualität lässt die Stadt in einer Vielzahl von „Top Ten"-Listen erscheinen, und wenngleich manche Rankings möglicherweise subjektiv sind, so wird die Stadt in den meisten Kategorien übereinstimmend bewertet. Der vom Institute for Urban Strategies in Tokyo erstellte „Global Power Index" ist eine Rangliste der 35 führenden Städte der Welt, gemessen an sechs objektiven Faktoren: „Wirtschaft", „Forschung und Entwicklung", „Kulturelle Interaktion", „Lebensqualität", „Ökologie und natürliche Umwelt" und „Erreichbarkeit". Darüber hinaus werden 69 individuelle Faktoren bei der Einstufung berücksichtigt. Berlin erreichte insgesamt den 6. Rang. Zu den weiteren Kategorien gehörten „Spitzenstädte für Forscher" (Berlin erreicht Rang 9), „Spitzenstädte für Künstler" (Berlin erreicht Rang 3), „Spitzenstädte für Besucher" (Berlin erreicht Rang 8) und „Spitzenstädte für Einwohner" (Berlin erreicht Rang 3). Gleich welche Bewertung Sie vornehmen, Berlins Lebensqualität ist ein Maßstab für die Hauptstädte der Welt.